CDU teilt Zweifel von Rot-Grün nicht und ermuntert zu Selbstbewusstsein

Die CDU Hildesheim kann die Bedenken der finanzpolitischen Sprecher von SPD und Grünen nicht teilen. Die Vertreter der aktuellen Rot-Grünen Mehrheitsgruppe im Stadtrat hatten davor gewarnt, dass Hildesheims Haushalt eine Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt nicht verkraften könne. „Stimmt.“ meint dazu auch Hildesheims CDU-Vorsitzender Frank Wodsack und ergänzt: „die öffentliche Hand könnte so ein Projekt auch niemals alleine stemmen“. Wodsack verweist dazu auf das bürgerschaftliche Engagement, besonders auf die Motoren der Bewegung: die Dammann- Stiftung, den Verein „Hildesheim blüht auf e.V.“, den Freundeskreis 2025 der Kulturregion Hildesheim e.V. mit der Unterstützerkampagne Hi2025 und seine eigene Partei, die CDU Hildesheim. Diese hat sich bereits sehr früh für eine Bewerbung stark gemacht. „Wir brauchen uns mit unseren Potentialen nicht hinter Liverpool, Essen, Breslau oder San Sebastián zu verstecken“ meint dann auch Wodsacks Stellvertreter Mirco Weiß mit Blick auf ehemalige und aktuelle Kulturhauptstädte Europas. Wodsack und Weiß kritisieren die Fokussierung von SPD und Grünen allein auf die öffentliche Hand. „Manche glauben, dass alles Glück, Inspiration und Geld vom Staat ausgehen müsse. Wir glauben an die Kraft, die Visionen und den Ideenreichtum der Bürger und privater Investoren“, so Wodsack. Die Christdemokraten halten die Sichtweise der finanzpolitischen Sprecher von SPD und Grünen dann auch für „typisch links“.
Es geht keineswegs darum, nur ein „teures Eventjahr“ zu veranstalten. „Vielmehr steht die Bewerbung einer Vision im Vordergrund, welche Identität man als Stadt haben möchte und wie die Stadt künftig ihren kultur-, stadtentwicklungs- und allgemeinen Herausforderungen begegnen will“, sind sich Wodsack und Weiß einig.
Für die Hildesheimer Christdemokraten steht ohnehin fest: Der Weg ist das Ziel. Allein das Bewerbungsverfahren würde den Bekanntheitsgrad Hildesheims überregional erheblich steigern. Bereits dadurch gebe es ganz greifbare Vorteile für den Tourismus, die Gastronomie, Kultur, Handel und Dienstleistungen in der Stadt, so der CDU-Vorstand. Vorstandsmitglied Matthias Mehler erinnert zudem daran, dass es jetzt wichtig ist, das bürgerschaftliche Engagement in dieser Sache nicht auszubremsen. Mehler nimmt eine große Bereitschaft in der Bürgerschaft wahr, sich inhaltlich und finanziell zu engagieren. „Wir können richtig was auf die Beine stellen“, glaubt Mehler und appelliert an die Politik, der Initiative zur Bewerbung den Rücken zu stärken.
Mit Blick auf vormalige Kulturhauptstädte lässt sich, laut CDU-Vorstand, ablesen, dass der Erfolg einer Stadt nicht maßgeblich Rückschlüsse auf deren Haushalt zuließe. Soll heißen: Nicht die Finanzkraft einer Stadt ist entscheidend für den Erfolg, sondern deren schlüssiges Konzept und deren Innovationskraft. „Zu großen Sprüngen war Hildesheim immer aufgrund innovativer Bürger fähig“, so Mirco Weiß. Und er erinnert daran, dass weder das Museum, noch der rekonstruierte Marktplatz oder der Wiederaufbau des Zuckerhutes der Stadtverwaltung zu verdanken sei, sondern der Bürgerschaft.
Das sehen auch Mehler und Wodsack so: „Das Jubiläumsjahr 2015 hat gezeigt, dass wir zu Großem fähig sind. Selbstbewusstsein und Kreativität sind Hildesheims Stärken, nicht Hasenfüßigkeit. Packen wir es an!“
 

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