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Was geht hier eigentlich ab in dieser Republik? E-Mail
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Was geht hier eigentlich ab in dieser Republik?  

Seit Wochen liefert sich der 1. Bürger unseres Staates ein Scharmützel mit den Meinungsbildnern von der Presse. Was mit einer Anfrage der Opposition im Niedersächsischen Landtag zu einer länger zurückliegenden Aussage des damaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff zur Finanzierung seines Einfamilienhäuschens relativ verhalten anfing, ist zu einem gnadenlosen Machtkampf geworden, der wahrscheinlich erst beendet wird, wenn der Bundespräsident auf Druck der „öffentlichen Meinung“ die Segel streicht und kapituliert. Damit wäre dann endgültig bewiesen, dass auf der politischen Bühne nur jemand reüssieren kann, der sich das Wohlwollen der meinungsbildenden Zunft erhält („Wer mit der Bildzeitung im Fahrstuhl nach oben fährt, fährt mit ihr auch im Fahrstuhl nach unten“ Zitat: Springer-Chef Mathias Döpfner).  

Dem normalen Bürger bleibt mal wieder – wie so oft – nur die Zuschauerrolle. Einige dürfen in eiligst veranstalteten „repräsentativen Umfragen“ ihre Meinung kundtun, ob dieser Bundespräsident noch tragbar sei. Die meisten jedoch sehen sich außerstande, überhaupt ein objektives Urteil abgeben zu können. Wo können sie sich denn noch vorurteilsfrei informieren – durch die Aussagen eines Amtsinhabers, der eher wie ein Bundespräsidentendarsteller herüberkommt oder bei der die eigene Sache zelebrierenden Presse?  

Ohne Frage ist die Pressefreiheit ein sehr hohes Gut in einer Demokratie – nur, wenn man sie so hoch hält, wie es momentan in der Zunft unisono getan wird, sollte man sich auch im normalen Pressealltag seine Unabhängigkeit bewahren und eine angemessene Distanz zu all jenen wahren, über die man berichtet und nicht, wie gerade im politischen Hauptstadtbetrieb oftmals üblich, zu einem kumpelhaften Verhältnis übergehen. Investigativer Journalismus macht nur Sinn, wenn der recherchierende Journalist nicht selbst ein kleiner Frosch im großen Sumpf ist, den er trockenlegen will.  

Und einem Politiker, der auf sich hält, sei ins Stammbuch geschrieben, so genannte Home-stories in der Boulevardpresse doch besser den Stars und Sternchen aus dem Showgeschäft zu überlassen – das gilt gerade für denjenigen, der das höchste Amt im Staate bekleidet. Ein so blödsinnig gestelltes Posieren mit der eigenen Familie vor der Kamera des Fotografen muss ein absolutes Tabu sein. Als Bürgerin verlange ich von meinen gewählten Repräsentanten Authentizität, Geradlinigkeit und eine ehrliche politische Arbeit ohne Schickimicki-Allüren. Wenn ich Schauspieler sehen will, gehe ich ins Kino.
   
Elke Diekenbrock-Nikelsky

Kommentare

avatar Ralph
+1
 
 
Schon richtig, Elke,

aber es bleiben doch Fragen:

1. Stammt der Bundebank-Schec k wirklich von Geerkens oder nicht doch von Maschmeyer? Warum wird der Kontoauszug von Geerkens nicht veróffentlicht, der Zweifel ausráumen kónnte?

2. Was ist mit den úberschiessenden 85.000 Euro (500.00 Scheck bei 415.000 Kaufpreis)?

Solange Wulff (auch) dazu schweigt, bleibt offen: War es also gar keine Kaufpreisfinanz ierung und damit ein Darlehn, sonden ein Maschmeyer-Gesc henk wie die Buchprásentationsfinan zierung?
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